Der Bodensee gehört zu den bedeutendsten Binnengewässern Europas und verbindet drei Länder auf einzigartige Weise: Deutschland, die Schweiz und Österreich teilen sich diesen aussergewöhnlichen Natur- und Kulturraum im Alpenvorland. Mit seiner landschaftlichen Vielfalt, historischen Bedeutung und wirtschaftlichen Rolle ist der See weit mehr als nur ein beliebtes Reiseziel.
Der Rhein prägt den Bodensee entscheidend: Er fliesst im Osten in den See ein und verlässt ihn bei Konstanz wieder in westlicher Richtung. Neben dem Rhein münden weitere Zuflüsse wie die Bregenzer Ach, die Argen, die Schussen und die Steinach in den See.
Mit einer Fläche von rund 536 Quadratkilometern zählt der Bodensee zu den grössten Binnengewässern Mitteleuropas. Nur der Balaton und der Genfersee sind flächenmässig grösser.
Obersee, Untersee und Überlinger See
Der Bodensee gliedert sich in mehrere markante Seebereiche.
Obersee
Der Obersee ist der grösste Teil des Bodensees. Zwischen Bregenz und Bodman-Ludwigshafen erstreckt er sich über mehr als 60 Kilometer. Seine tiefste Stelle liegt bei rund 251 Metern und befindet sich zwischen Fischbach und Uttwil.
Überlinger See
Der nordwestliche Arm des Obersees wird als Überlinger See bezeichnet. Er reicht bis in den Bereich von Überlingen und wird landschaftlich durch den Bodanrück geprägt.
Untersee
Der Untersee schliesst westlich an den Seerhein an und besitzt eine stark gegliederte Uferlandschaft mit Buchten, Halbinseln und Inseln.
Ein See ohne vollständig festgelegte Grenze
Eine Besonderheit des Bodensees ist seine staatsrechtliche Situation. Während einige Bereiche klar abgegrenzt sind, existiert für grosse Teile des Obersees bis heute keine vollständig völkerrechtlich festgelegte Grenze.
Zwischen den Anrainerstaaten Deutschland, Schweiz und Österreich gelten unterschiedliche historische Rechtsauffassungen. Im Alltag spielt dies jedoch kaum eine Rolle, da die Zusammenarbeit seit Jahrzehnten eng abgestimmt ist.
Die Internationale Bodensee-Konferenz koordiniert zahlreiche gemeinsame Themen in den Bereichen Umwelt, Verkehr, Kultur und Wirtschaft.
Inseln im Bodensee
Im Bodensee liegen mehrere bekannte Inseln, die zu den beliebtesten Ausflugszielen der Region gehören.
Die grössten Inseln
Reichenau – UNESCO-Welterbe mit bedeutenden Kirchen und Gemüseanbau
Mainau – Blumeninsel mit botanischer Vielfalt
Lindau – historische Inselstadt mit Hafen
Weitere kleinere Inseln befinden sich unter anderem bei Romanshorn, Kreuzlingen und Stein am Rhein.
Bedeutende Städte am Bodensee
Die Bodenseeregion ist geprägt von historischen Städten mit sehr unterschiedlichem Charakter.
Deutschland
Konstanz
Radolfzell
Meersburg
Friedrichshafen
Schweiz
Kreuzlingen
Arbon
Romanshorn
Rorschach
Österreich
Geschichte des Bodensees
Die Region rund um den Bodensee ist seit Jahrtausenden besiedelt. Bereits aus der Jungsteinzeit stammen zahlreiche Pfahlbausiedlungen.
Ein besonders bekanntes Beispiel ist das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen, das eindrucksvoll zeigt, wie Menschen vor über 5000 Jahren am See lebten.
Später prägten Kelten und Römer die Region. Wichtige römische Siedlungen entstanden unter anderem in Bregenz, Arbon und Konstanz.
Natur, Wetter und Besonderheiten
Der Bodensee ist bekannt für seine rasch wechselnden Wetterlagen. Besonders charakteristisch ist der Föhnwind, der aus den Alpen kommt und innerhalb kurzer Zeit starke Wellen erzeugen kann.
Für die Schifffahrt existiert deshalb ein eigenes Sturmwarnsystem mit orangefarbenen Blinksignalen rund um den See.
Der Bodensee heute
Heute ist der Bodensee zugleich Lebensraum, Trinkwasserspeicher, Wirtschaftsraum und Erholungsgebiet. Jährlich werden grosse Mengen Trinkwasser entnommen und Millionen Menschen nutzen die Region für Freizeit, Kultur und Tourismus.
Weiterführende Informationen hier auf unserer Website:
Ausflugsziele am Bodensee
Museen am Bodensee
Städte am Bodensee Deutschland
Städte am Bodensee Schweiz
Städte am Bodensee Österreich


